Erst einmal vielen vielen Dank an die lieben Menschen, die mir Geburtstagsgrüße haben zukommen lassen! Habe mich sehr gefreut!
Hier bin ich wieder, gerade heute aus Okinawa zurückgekehrt! Seit meinem letzten Eintrag sind ja nun auch schon wieder drei Wochen vergangen… Meine „Ferien“ enden mit diesem Wochenende und ab Montag heißt es dann wieder Hausaufgaben, Tests und vermutlich auch wieder sich seltsam aufführende Lehrkörper ertragen. Aber was ist denn so passiert bei mir? Vieles – wie immer…
Die letzte Unterrichtswoche Anfang März beinhaltete jeweils einen großen Kanji- und Grammatik-Test, ein Referat über interkulturelle Kommunikation (dessen Vorbereitung ich doch tatsächlich bis zu dem Morgen aufschob, an dem es dran war…), Kazukis Geburtstag, ein Abendessen mit Karaoke bei Lindseys regional berühmtem Ex-Profiboxer-und-jetzt-TV-Komödianten-Gastvater und seiner Frau, einen Ausflug mit meiner Gastmutter und eine Fahrradtour in Kyôto.
Anfang jener Woche plagten mich Kopfschmerzen – vermutlich wegen Stress und Schlafmangel – und am Mittwoch wurde Kazuki an seinem eigenen Geburtstag von hohem Fieber heimgesucht. Es war nichts Ernstes und ging auch relativ schnell wieder vorbei, hat ihm aber sehr zugesetzt. Am Freitag schleppte er sich mit Mühe und Not zu einem Bewerbungstermin, von dem er, wie ich sicherlich schon mal erwähnt habe, momentan unzählige hat, und am Sonntag war er dann wieder vollkommen gesund. Jedenfalls war ich dann am Freitag heilfroh endlich Ferien zu haben!
Nennenswerte Ereignisse in den darauf folgenden drei Ferienwochen waren: eine Teezeremonie im Kimono, eine Probenfahrt mit dem A-Cappella-Kreis, mein Geburtstag, eine weitere Fahrt nach Kyôto und schließlich eine zehntägige Reise nach Okinawa. Und wenn ich das hier so aufliste, klingt das dann auch schon ganz ordentlich, oder? Ich denke, ich kann sagen, dass ich meine freie Zeit gut genutzt habe!
Hier eine Bilderreise von Anfang bis Ende :D
Um meine bis zum 18. März gültige Zeitkarte auszunutzen, machte ich mich also am 8. März (So) mal wieder allein auf nach Kyôto, mietete dort ein Fahrrad und sah mir einige weitere berühmte Sehenswürdigkeiten an:
den Nishi-Honganji-Tempel,

das Nijôjô-Schloss mit Park,



den kaiserlichen Schlosspark Gosho-kôen,

den Heian-Schrein,


...der leider zur Zeit restauriert wird und dadurch unansehnlicherweise eingepackt ist! Ätsch, das letzte Bild war aus dem Internet ;P
Aber immerhin gibt es einen ganz netten Garten dazu:



und auf dem Weg zum Ginkakuji den "Weg der Philosophie",
und den Nanzenji-Tempel, den ich eigentlich nur eher zufällig auf dem Weg zurück zum Bahnhof „gefunden“ habe, mit eindrucksvollem Aquädukt.



Gleich am nächsten Tag (Mo) stand ein besonderes Ereignis bevor: Die Gastmutter meiner deutschen Freundin Julia hatte uns beide eingeladen mit Freundinnen eine Teezeremonie durchzuführen und uns zu diesem Zwecke in traditionell japanische Gewänder, "Kimono", zu kleiden! Lindsey war auch eingeladen, aber die hatte einen Fernsehtermin mit ihrem Gastvater... :-D Es war eine tolle Erfahrung: Julia und ich wurden angekleidet von drei älteren Damen, die eine Weile um uns herumwuselten, und dann ließen wir uns im Tatami-Raum nieder füer die Teezeremonie. Es war nicht zu steif und eigentlich recht lustig und interessant; eine der Damen war der "sensei" und Julia und ich durften uns auch am Tee machen versuchen. Da es eine Kunst ist, die aus dem Zen-Buddhismus entspringt, geht es um weit mehr als ums Tee Kochen und Trinken und alles läuft sehr ruhig und fließend. Eigentlich muss man dabei die ganze Zeit über auf den Knien sitzen. Leider haben Julia und ich das nicht lange genug durchgehalten, weswegen wir zwischendurch ganz unelegant auf Höckerchen saßen... Danach gab es noch Mittagessen, hübsch und lecker.









Von Mittwoch Mittag bis Freitag Mittag stand eine Kurzfahrt mit dem A-Cappella-Kreis zum unieigenen Seminarhaus etwa 20 Fahrradminuten von meiner Wohngegend entfernt an. Zunächst hatte ich überhaupt keine Lust darauf, weil ich lieber meine kurzen Ferien genießen wollte, solange sie währten, aber es hat dann doch noch richtig Spaß gemacht und ich habe ein paar meiner Mitsängerinnen und Mitsänger etwas besser kennen gelernt, denke ich. Außerdem war es ein gutes Japanischtraining...
Der Freitag der Rückkehr war dann auch schon mein Geburtstag. Es ist schon seltsam, wie dieser Tag im Laufe der Jahr mehr und mehr an Bedeutung verliert... Aber dieses Jahr war etwas Besonderes. Den Nachmittag verbrachte ich (in kleinerer Runde als geplant) mit Freunden beim Karaoke - der wohl geeignetste Ort für mich um Geburtstag zu feiern, wie ich fand - und danach führte mich Kazuki in ein italienisches Restaurant aus. Überraschungen blieben nicht aus!! Als wir so am Tisch saßen, veränderte sich mit einem Mal die Musik; die Kellner kamen an mit einem Geburtstagstörtchen und ließen die gesamte Kundschaft auf ein Happy Birthday mit einstimmen! Das war ein magischer Moment und ich war ganz und gar überwältigt...
An dieser Stelle mache ich jetzt mal einen Schnitt, sonst wird das zu lang... Also: