Da komme ich doch heute tatsächlich noch dazu die versprochene Fortsetzung meiner Frühlingsferein-Erzählung zu schreiben, wenn die Ferien auch schon längst vergessen sind... denn ich bin wieder voll drin im Unialltag; der Japanischkurs bietet ganz neue Herausforderungen - ja ich muss nun für die Grammatiktests tatsächlich ein bisschen lernen! - und der restliche Unterricht ist nun auch gänzlich auf Japanisch. Auch weil ich das so wollte. Ich nehme an zwei regulären Lehrveranstaltung teil, in denen ich die einzige Ausländerin bin: eine Vorlesung über japanische Geschichte und ein kleines Seminar über die Beziehung zwischen Gesellschaft und Individuum in Japan. Und dann gibt es noch den Kulturkurs extra für die Austauschstudenten, die auf dem selben Japanischlevel sind wie ich... diesen Kurs sind wir allerdings alle bereits nach der zweiten Sitzung so leid, dass die Hälfte schon nicht mehr erscheint. Ich spare mir jetzt mal meinen Kommentar über die Arbeitshaltung einiger Kommiliton(inn)en... Aber es ist zugegeben wirklich hart ganze drei (!!!) Stunden lang diese Frau zu verstehen und dann auch noch aktiv mitzumachen, denn das wird nebst einem 20-minütigen Referat verlangt.
Aber ich habe ja noch gar nicht erzählt, was ich in den Ferien noch so erlebt habe.
Der "White Day" fiel für mich aus, aber da hatte ich auch absolut nichts dagegen, denn mein Geburtstag ein Tag zuvor hat das absolut ausgeglichen, wie ich im vorherigen Post schon geschrieben hatte!
Ich fuhr noch 2x nach Kyôto. Die erste Reise führte ich zum Fushimi Inari Taisha, ein Schrein, in dessen hügeliger Umgebung es jede Menge "torii" (Schreintore), Fuchswächterstatuen, Friedhöfe und viiiiiele Treppenstufen gibt. Dieser Schrein ist eigentlich gar nicht allzu weit von meinem alten Zuhause entfernt.






Von dort bin ich dann in das historische Viertel "Gion" gefahren:hier der Yasaka-Schrein...




...Hanami-kôji, eine Straße mit traditionellen Häusern...


...andere schöne Blickpunkte...

...und eine Shopping-Arcade. Naja, wenn man eine kennt, kennt man alle...
Und nun kommt der eigentliche Reiseteil meiner Frühlingsferien: Am 18. März machte ich mich gemeinsam mit meinen Freunden Lindsey und John auf zum Flughafen um für 10 Tage Okinawa zu erleben! Um eine Vorstellung zu geben, wo das ist, habe ich mal eine Karte rausgesucht...
Man sagt, die Okinawa-Kultur sei ganz anders als die des japanischen Festlandes. Einmal ist der chinesische Einfluss historisch gesehen größer, aber auch der amerikanische Einfluss ist durch die Militärbasen auf der Hauptinsel nicht außer Acht zu lassen.Jedenfalls kamen wir in Naha an, checkten in unser Hostel ein und erkundeten danach schon mal erkundeten ein bisschen die Stadt.




Der nächste Tag brachte einen Ausflug zur Insel Tokashiki mit sich - wunde Füße und Sonnenbrand inklusive! John kommt aus Mississippi und ist daher schon von Natur aus nicht ganz bleich, hat also die Sonne ganz gut vertragen. Im Gegensatz zu Lindsey und mir! Lindsey (aus Minnessota, also fast Kanada :D) hatte sich mit Sonnencreme eingecremt und dennoch einen ziemlichen Sonnenbrand davon getragen. Aber mich hat es am schlimmsten erwischt, denn ich hatte mich nicht eingecremt. Es war erst bewölkt und gar nicht mal so heiß, deshalb hatte ich nicht mit der starken UV-Strahlung gerechnet! Der Brand tat die nächsten zwei Tage ziemlich arg weh... aber toll war dieser Ausflug trotzdem!! Wir konnten sogar im Meer schwimmen...




In den nächsten Tagen haben wir so Einiges gesehen, haben Ausflüge gemacht zu einer weiteren Insel mit schönen Stränden (Lindsey und ich haben auf dieser Insel sogar gecampt), sind zu Okinawas alter Hauptstadt "Shuri" und zu einem großen berühmten Aquarium gefahren... und natürlich haben wir gegessen und geshoppt was das Zeug hält!
Shuri...



...Essen, Shoppen... (mit meiner Mit-Austauschstudentin Christine und ihrem Freund Markus - die beiden waren etas später nachgekommen)




...die Insel Zamami, Mädelsabend, Camping
(das Bild von dem Verbotsschild stammt von der Fähre. Ich finde japanische Übersetzungen immer wieder lustig! Sinn des Schildes war, klar zu machen, dass man sich an Deck nicht aus-/umziehen soll)...




...das Chûraumi-Aquarium (in das ich mehr oder weniger mitgeschliffen wurde...) mit Walhaien und Delfinshow:

...und der finale Abend im Restaurant mit Okinawa-Tanz und Musik:

Das war's dann auch schon. Es hat viel Spaß gemacht in Okinawa! Allerdings haben wir festgestellt, dass uns bald sowohl Ideen als auch Energie für Ausflüge ausgingen, so dass 10 Tage dann doch genau richtig waren - nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig.
Bis bald wieder!
Eure Johanna
P.S.: Gibt es keine Kommentare, werde ich böse :D
3 Kommentare:
Ne, ne, bitte nicht böse werden. :-)
also die "Japanische Südsee" sieht ja sehr verlockend aus!!! Da würde ich auch gern mal baden. Gibts da Haie oder anderes gefährliches Getier?
Haie und ähnliche Gefahren gibt es eigentlich nicht - jedenfalls waren da keine Warnungen. Aber man kann in der entsprechenden Saison Whale Watching machen :)
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